Warum haben Unternehmen ein kleines – oder gar kein – Budget für Teambuilding?

Diese Frage kann ich seit Langem nicht verstehen.

Wir leben in einer Zeit, in der von Teams erwartet wird, schnell, flexibel und innovativ zu sein. Mehr zu leisten. Besser zu liefern. Effizienter zu funktionieren als je zuvor. Und gleichzeitig sehe ich immer mehr Teams, die nicht wirklich funktionieren. Die innerlich auseinanderfallen – und nach aussen trotzdem stabil wirken. Die Motivation ist nahe null. Menschen kommen zur Arbeit, aber sie kommen einander nicht wirklich nahe.

Und ich frage mich: Wie kann es sein, dass die Investition in Menschen oft der letzte Punkt auf der Budgetliste ist?

Schweiz gilt als Symbol für Stabilität, Organisation und einen hohen Lebensstandard. Und ja – vieles funktioniert hier nahezu perfekt. Prozesse sind klar. Strukturen sind stark. Ergebnisse sind messbar.

Doch genau in dieser Präzision und Perfektion bleibt oft zu wenig Raum für das Unsichtbare – für Emotion, für Spontaneität, für echte zwischenmenschliche Verbindung. Und global betrachtet zeigt sich ein sehr ähnliches Bild. In einer Ära der Digitalisierung und des permanenten Leistungsdrucks sind Menschen technologisch stärker vernetzt denn je – und menschlich oft weiter voneinander entfernt.

Probleme, die Unternehmen heute haben – aber selten offen ansprechen

1. Stille Demotivation
Menschen glauben nicht mehr an die „Vision“. Sie fühlen sich nicht zugehörig. Sie leisten das Minimum, weil das Maximum keinen Sinn mehr ergibt. Niemand fragt, wie es ihnen wirklich geht. Es gibt keinen Raum für echte Begegnung.

2. Angst vor offener Kommunikation
Meetings sind still. Ideen bleiben unausgesprochen. Konflikte werden unter den Teppich gekehrt – bis sie grösser werden. Nach aussen wirkt alles ruhig, doch innerlich wächst die Distanz.

3. Das Syndrom „Wir funktionieren – aber wir leben nicht“
Die Zahlen stimmen. Die Ergebnisse passen. Doch die Energie fehlt. Kein Lachen. Keine Leichtigkeit. Keine echte Dynamik. Menschen arbeiten zusammen – aber sie sind nicht wirklich verbunden.

4. Burnout als neue Normalität
Erschöpfung ist zum Standard geworden. Überstunden selbstverständlich. Die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmen. Und wenn jemand ausbrennt, wird ersetzt – ohne die eigentliche Ursache zu hinterfragen.

5. Mangel an Vertrauen
Das Management vertraut den Mitarbeitenden nicht. Die Mitarbeitenden vertrauen dem Management nicht. Alles wird gemessen, kontrolliert, dokumentiert. Vertrauen – die Grundlage jedes gesunden Teams – bleibt Theorie.

6. Die falsche Wahrnehmung von Kosten
Teambuilding wird als Luxus betrachtet. Als „nice to have“, wenn Budget übrig bleibt. Dabei ist es Prävention – gegen Konflikte, gegen Fluktuation, gegen innere Kündigung.

7. Der Verlust von Sinn
Menschen möchten spüren, dass ihre Arbeit Bedeutung hat. Wenn alles auf KPIs und Quartalszahlen reduziert wird – wo bleibt dann die Menschlichkeit?

Das Paradox ist offensichtlich:

Unternehmen investieren in Strategien, Technologien, Marketing und Wachstum. In alles – ausser in Beziehungen. Dabei sind Beziehungen das Fundament von allem.

Ohne ein gesundes Team gibt es kein nachhaltiges Wachstum.
Ohne Vertrauen gibt es keine Stabilität.
Ohne Verbindung gibt es keinen langfristigen Erfolg.

Vielleicht lag das Problem nie in der Strategie.
Vielleicht auch nicht im Markt.
Und vielleicht nicht einmal in der Konkurrenz.

Vielleicht haben wir einfach vergessen, dass Unternehmen lebendige Organismen sind.
Und Organismen überleben nicht durch Excel-Tabellen.
Sondern durch Beziehungen.

Ein Team, das sich nicht kennt, kann nicht vertrauen.
Ein Team, das nicht vertraut, ist ständig in Alarmbereitschaft.
Und ein Team, das ständig in Alarmbereitschaft ist, kann sich nicht entspannen.
Ohne Entspannung gibt es keine natürliche Zusammenarbeit.

Wie viele talentierte Menschen müssen noch gehen?
Wie viele „still Unzufriedene“ sitzen noch in Meetings?
Wie oft sagen wir noch „Dafür haben wir kein Budget“, während wir gleichzeitig die Kosten von Konflikten, Krankenständen, Fluktuation und verlorener Energie tragen?

Die Wahrheit ist einfach: In ein Team zu investieren ist kein Kostenpunkt.
Es ist eine Entscheidung darüber, welche Kultur Sie aufbauen wollen.

Denn am Ende erinnern sich Menschen nicht an Quartalszahlen.
Sie erinnern sich daran, wie sie sich gefühlt haben, während sie diese Zahlen erreicht haben.

Und wenn sie sich nicht gesehen, nicht wertgeschätzt und nicht verbunden gefühlt haben – dann haben wir kein Team aufgebaut.
Sondern nur ein System.

Die eigentliche Frage ist also nicht, ob Sie Budget für Teambuilding haben.

Die Frage ist: Können Sie es sich leisten, keines zu haben?

Wenn du entdecken willst, wie echte Verbindung im Team lebendig wird, lade ich dich ein, hier mehr darüber zu entdecken – bei einem kreativen Team-Event, das durch Kunst, Wein und kreative Entfaltung im Team echte Verbundenheit entstehen lässt.

Mehr über mich und meine Arbeit findest du hier.

Was denkst du?
Glaubst du, dass mehr Investitionen in Teambuilding die Motivation, das Vertrauen und die Verbindung in deinem Team verbessern könnten – und vielleicht sogar die Zusammenarbeit im Alltag erleichtern?

Teile deine Meinung in den Kommentaren! :)

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